Avantgarde Rock aus Österreich

Mayfair – Frevel

Einmal mehr sind die Feldkircher Avantgarde Rocker Mayfair in ihre, wie es so scheint, grenzenlose Welt der Musik und Texte aufgebrochen.

Sie liefern mit „Frevel“ das sechste Album ihrer mittlerweile 30-jährigen Bandkarriere ab. Unverkennbar wie eh und je.

Und doch scheint dieses Mal alles anders – nicht nur, weil Sänger Mario nun endlich und ausschließlich in seiner Muttersprache Deutsch seinen Lyrics Gestalt verleiht.

Man wird das Gefühl nicht los, dass die vier Musiker gewissermaßen erwachsen geworden bzw. angekommen sind – zumindest im Moment. Nichtsdestotrotz sind sie musikalisch wie textlich nach wie vor keinem Genre zuzuordnen und zelebrieren sozusagen ihren Status der Extravaganz auf beeindruckende Weise.

Eigenheit ist angesagt. Die Rhythmussektion ist tief in den späten 1970er-Jahren Rock verwurzelt. Und so drücken Roland „Jolly“ Maehr am Schlagzeug und Martin „Medi“ Mayer am Bass dem Ganzen einen ungewohnt groovigen Stempel auf.

Dies wiederum bietet Gitarrist rEnE ungeahnte Möglichkeiten. Als wäre er losgelassen, bringt er eine gehörige Portion Hardrock ins musikalische Spiel der Songs auf dem neuen Album „Frevel“. Gleichzeitig bleibt er seinem so eigenartigen Stil treu: „Mir ist klar, dass meine Art dem Hörer Fragen aufwirft, ihn vielleicht sogar verstummen lässt.

Doch das ist OK, denn am Ende rundet das Zusammenspiel von Gesang und Gitarre jeden Song wieder ab“, erklärt rEnE und verdeutlicht damit, wie tief die Musiker in ihrem ganzen Tun verwurzelt und miteinander verwoben sind.

Ob live oder im Studio: Bitterzarte Töne schwingen durch den Raum, die einerseits fast schon Angst einflößende Szenen heraufbeschwören und andererseits doch wieder schwarzen Humor sowie ergreifende musikalische Reisen aufbieten.

Prog-Elemente gehören der Vergangenheit an. Mayfair zeigt mit „Frevel“ auf, dass es auch in der heutigen Musikwelt noch möglich ist, etwas völlig Neues zu kreieren – ohne das Zutun technischer Tricks und anderem mehr.

Unter der Regie von Ex-Member und Co-Founder Little Konzett wurden die elf Songs in den Little Big Beat Studios in Eschen (FL) aufgenommen – und zwar live (!) in nur drei Studiotagen.

Das erklärt, laut rEnE, wohl auch die unbändige Energie des Albums: „Die Platte klingt in sich rund, obgleich die Ufer sehr weit gestreut sind. Einen Song als Exempel herauszupicken, wäre ‚Frevel’.“

Das Album erscheint am 14. Juni bei Pure Steel Records.

Tracklist:
01. Evil Christin
02. Hinter dem Leben
03. Ungetaktet
04. Himmel in Gefahr
05. Gestern und nicht heut‘
06. Hitze
07. Der Teufel
08. Atme (Frevel)
09. Annelise
10. Phosphor
11. Das Ufer hat Zeit
Total Playing Time: 43:42 min

Line-Up:
Mario „le fate“ – vocals
rEnE – guitars
Martin „Medi” Mayer – bass
Roland „Jolly” Maehr – drums

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